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Digitalisierung ist aus unserer Zeit nicht mehr wegzudenken, aber was versteht man darunter? Was ist digitale Innovation und Transformation? Wie geht man dabei vor? Schlagwörter, die in vielen Unternehmen momentan ganz oben auf der Agenda stehen oder bald stehen werden.

Zur Digitalisierung gibt es eine Vielzahl ähnlicher Deutungen und Definitionen. In der Regel werden dabei durch den Einsatz von (digitaler) Technologie die Prozesse und Abläufe und somit das Geschäft des Unternehmens verbessert und effizienter gestaltet. Dies kann alle Bereiche und Schnittstellen eines Unternehmens betreffen, intern wie extern. Das innovative Andenken und Umsetzen neuer Wege und Möglichkeiten einerseits sowie die Automatisierung bestehender und neuer Prozesse andererseits sind dabei wesentliche Bausteine einer digitalen Transformation.

Digitale Transformation ist ohne Innovation kaum denkbar. Innovationsmanagement ist dabei ein wesentliches Tool, um Innovationen strukturiert und koordiniert steuern zu können. Ein Vorreiter im Bereich der Innovation war Clayton Christensen, der diesen Begriff maßgeblich geprägt hat.

Die 3 Stufen der Innovation

Christensen unterteilt Innovation generell in drei Stufen:

1. Effizienzinnovation: Verbesserung bestehender Abläufe

2. Inkrementelle Innovation: Verbesserung bestehender Geschäftsmodelle

3. Disruptive Innovation: Entwicklung neuer Geschäftsmodelle

Die Effizienzinnovation als erste Stufe beschäftigt sich damit, bestehende Abläufe im Unternehmen zu verbessern. Einfaches Beispiel: Akten sollen nicht mehr auf Papier gebracht, sondern digital erstellt werden. Diese erste Stufe der Innovation findet in der Regel im Unternehmen selbst statt, denn dafür benötigt es ausgeprägtes internes Wissen über das Unternehmen und dessen Abläufe. Zusätzlich braucht es dazu auch kreative Mitarbeiter, die jene Potenziale identifizieren können, durch die Abläufe schneller, besser, effizienter und somit automatisiert ausgestaltet werden können.

Die zweite Stufe ist die inkrementelle Innovation. Hier geht es darum, bestehende Geschäftsmodelle zu verbessern und zu automatisieren. Ein exemplarisches Beispiel wäre hier das Online-Banking: Das Geschäftsmodell dahinter ist das gleiche wie früher, es wurde lediglich das Geschäftsmodell automatisiert und digitalisiert. Hier braucht es in der Regel ebenfalls interne Mitarbeiter, die das bestehende Geschäftsmodell verstehen und über das notwendige interne Know-How verfügen. Zusätzlich dazu werden hier aber meist auch schon externe Fachkräfte benötigt, die über den Tellerrand hinausblicken können, Studien und Marktanalysen erstellen und dementsprechende weitreichende Erfahrungen haben, um neue Wege für alte Geschäftsmodelle andenken zu können.

Die disruptive Innovation stellt die dritte und herausforderndste Stufe nach Christensen dar. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung komplett neuer Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel Uber, Airbnb, etc. Für diese letzte Stufe sind externe Experten meist unabdingbar. Hier ist vor allem Erfahrung und Querdenken (zu den bestehenden Geschäftsmodellen) gefragt.

Innovationsmanagement als Schlüssel

Viele Firmen konzentrieren ihre Bemühungen (zu) sehr auf die disruptive Innovation und das Andenken neuer Geschäftsmodelle. Für eine erfolgreiche digitale Transformation ist es jedoch essenziell, alle drei Innovationsstufen gleichsam anzudenken und die jeweiligen Potenziale auszuschöpfen. Unternehmen, die bei der digitalen Transformation als Musterschüler gelten, haben beispielsweise konkrete Innovationsstrategien, die sämtliche Projekte und Vorhaben für alle drei Stufen beinhalten.

Zur Vorbereitung einer Digitalisierung beziehungsweise einer digitalen Transformation ist es also wichtig, wie man das Thema Innovation an sich adressiert, wie Effizienzinnovation angedacht werden soll und wie man solche Vorhaben steuert. Dazu benötigt es ein professionelles Innovationsmanagement, dass alle drei Stufen der Innovation inkludiert und die Steuerung aller Projekte sicherstellt. Innovationsmanagement ist somit ein elementarer Baustein für den Erfolg von digitalen Transformationsprozessen.

Innovation vor Transformation

Innovationsmanagement ist die notwendige Stufe der digitalen Innovation, noch bevor die eigentliche Transformation stattfindet und umgesetzt wird. Bei der Umsetzung, der Transformation, sind dann Themenbereiche wie Change Management, Unternehmenskultur und Organisationsentwicklung davon auch betroffen und müssen in diesem Prozess gleichsam adressiert und mit angedacht werden. Methodenkompetenzen und Erfahrungen der handelnden Personen sind daher auch bei der Umsetzung gleichsam wichtig.