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Wie schafft es unser Unternehmen die „Top-Talents“ der Generation Y für uns zu gewinnen?

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Master-Studenten des IMC Krems im Zuge eines Consulting Projektes in Zusammenarbeit mit der HMP Beratungs-GmbH. Der Kunde, eine Tochterfirma eines staatlichen Unternehmens mit rund 300 Mitarbeitern, hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die traditionellen Organizationstrukturen sollen geändert werden und eine „Start-up“ Kultur innerhalb des Unternehmens geschaffen werden. Das Fundament für diesen organisatorischen Wandel bildet das „New World of Work“ Konzept.

Der Run auf die Nachwuchsführungskräfte der neuen Generation hat längst begonnen. In wenigen Jahren wird die Generation Y, geboren in den Achtzigern und Neunzigern, jeden zweiten Arbeitnehmer stellen und die Arbeitskultur in Unternehmen radikal ändern. Klar ist, nur Firmen die auf die anspruchsvollen Bedürfnisse der neuen Generation, der „Digital Nativs“, eingehen, werden auch als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen und gewinnen das Rennen um die Toptalente.

Work-Life Balance, Selbstverwirklichung und Home-Office

Aber welche Eigenschaften muss ein Unternehmen haben, um den hohen Anforderungen der Ypsilonern gerecht zu werden?

Unzählige Studien über die Bedürfnisse der Generation Y bezüglich ihrer Arbeitswelt veranschaulichen den demographischen Wertewandel. Während der Generation X und den Babyboomer vordergründlich Attribute wie Sicherheit, gute Entlohnung und Prestige zugeordet werden, ist für zukünftige Arbeitnehmer vor allem eine junge und dynamische Unternehmenskultur von Bedeutung. Die Generation Y versteht sich zunehmend als selbständige Unternehmer innerhalb des Unternehmens, als sogenannte „Intrapreneurs“. Sie verlangen nach einem kreativen und flexiblen Arbeitsumfeld in dem sie ihr Potential entfalten können und ihre eigenen Ideen umsetzen. Stupide Arbeitsprozesse, steile Hierachien und klassische „9-to-5“ Arbeitszeiten werden überwiegend abgelehnt und durch projektbezogene Arbeiten, partizipative Führungsstile und autonome Arbeitszeiten ersetzt. Dieser Wandel macht sich besonders am Aussehen des Arbeitsplatzes bemerkbar. Der Fortschritt in der Digitalisierung macht es möglich, dass Ypsiloner ihren Arbeitsort vermehrt mobil gestalten und auf ein eigenes Büro mit vier Wänden verzichten.

Im Falle des am Anfang erwähnten Kunden, verbessern „Open-Office Spaces“ die Kommunikation mit den Kollegen und erhöhen vor allem die räumliche Flexibilität. Der Wohlfühlfaktor der Mitarbeiter steigt durch eigens installierte „Social Areas“ aber auch wegen Ruheräumen die konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Die Mitarbeiter selbst arbeiten mit Tablets, Smartphones und modernen Kommunikationstools, die vor allem eines bewirken: Selbstimmung und Flexiblilität. Dadurch kann ein sehr positiver Trend beobachtet werden. Die neue Arbeitnehmer-Generation arbeitet ergebnisorienterter und die Produktivität wird nachweislich gesteigert.

Schafft es also ein Unternehmen sich mit den Befürnissen der neuen Generation auseinander zusetzen und ihnen eine neue Welt des Arbeitens anzubieten, so befindet es sich auf der Pole-Position um das Rennen der Nachwuchsführungskräfte.

(Clemens Biermayer, Student des IMC Krems)