Speziell in den Bereichen chronischer Erkrankungen (Diabetes, Herzinsuffizienz, COPD, psychische Erkrankungen, Übergewicht, etc.) und bei der Therapie zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (gesamter Bewegungsapparat, Herzinfarkt, Schlaganfall, Neurologie, etc.) hat sich das Angebot an technischen Hilfsmitteln in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, was dem Thema Active & Assisted Living Bedeutung verleiht.

Hauptgrund dafür sind die Entwicklungen in den Bereichen:

  • Sensorik und Robotik
  • Virtual Reality und 3D Kameras
  • Connectivity leistbar und mobil
  • Steuerung von Geräten durch Bewegungen oder Stimme
  • Die Durchdringung unseres Lebens durch Apps

Ursprünglich für Konsumenten gedacht, haben Entwicklungen aus den Bereichen Home-Automation, Entertainment und Fitness (wie Microsoft Kinect, xbox, etc.) nicht nur das Potenzial mehrfach für verschiedene Anwendungen genutzt zu werden, sondern machen die Hochtechnologie leistbar und vor allem mobil.

 

Intuitive Interfaces sorgen außerdem für eine sinkende Hemmschwelle der Verwendung auch bei älteren Menschen. Diese Technologien bilden die Basis einer neuen Form der Betreuung chronisch Kranker oder Rehabilitierungsbedürftiger.

Somit geht dies weit über das heutige Modell hinaus, wo nach einem stationären bzw. ambulanten Aufenthalt die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und vor allem die Selbstversorgung das Ziel ist. Idealerweise wird jedoch die Rehabilitation bzw. die Betreuung chronischer Krankheiten lückenlos in eine virtuelle Betreuung zu Hause übergeführt.

 

Neben der bereits erwähnten Technik bedarf es hierfür ärztlicher und therapeutischer Organisation und Kommunikation (Sensorik, Vitalwertüberwachung, Übungstracking- und -anleitung, Video, Chat, u.s.w.), damit im Bedarfsfall rechtzeitig klassische Intervention veranlasst werden kann.

Parallel dazu können Communities aufgebaut werden, je nach Indikation, Altersgruppe etc., die ähnlich wie im Fitnessbereich einen zusätzlich motivierenden Faktor darstellen.

 

Studien belegen, dass mit derartigen Modellen – die international bereits weit verbreitet sind – die Rückfallraten im Rehabereich drastisch reduziert und die Kosten für die Betreuung chronisch Kranker um ca. 30 % gesenkt werden können.

Außerdem werden Ressourcen von Ärzten und Therapeuten besser genutzt, sowie das Eigenengagement und die Selbstverantwortung der Patienten gestärkt. Dadurch wird letztendlich nicht nur das System entlastet, sondern auch die Zufriedenheit der Patienten gesteigert.